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Bericht vom WiWi-Con I

Alles fing an wie üblich: Krumgosch und Katlawan hatten sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht, indem sie alleine in den verfluchten Kirwald spazierten, aus dem sie nicht wieder herauskamen, und nun mußten wir ihnen helfen! Na typisch. Wenigstens waren die beiden so schlau und hatten daran gedacht eine große Kiste mit Proviant mitzunehmen und so beschlossen die beiden, eine verlassene Kneipe auf einer Waldlichtung wieder zu eröffnen.

Ebenfalls auf der Lichtung befand sich eine mysteriöser Schutzkreis, dessen Bedeutung wir aber bis zum Ende nicht herausfanden - selbst Katlawan wußte uns nicht viel darüber zu berichten, obwohl er die Runen angeblich gründlich untersucht hatte. Auch über den Wald und den Fluch der scheinbar auf ihm lastete wußte er nicht viel zu sagen, außer, daß man nach spätestens einem Tagesmarsch immer wieder zur Kneipe zurückkehrt, egal in welche Richtung man geht.

Während Katlawan und Krumgosch also in ihrer Kneipe hockten, um auf die ersten Gäste zu warten, machten wir uns auf, diesen Wald zu untersuchen. Wir das waren Angus Waldläufer, Awa die Kräuterfrau und ihre Freundin Rowena, Nantasarion Mondflüster, ein Elf, Maran, Murkas und Pallien, unsere unerschrockenen Kämpfer und Odos "Adlerauge".

Kaum hatten wir jedoch die Kneipe verlassen, trafen wir auch schon auf eine kleine Gruppe von Räubern, vor denen man uns schon tags zuvor im "Steppenden Papst", einer anderen Taverne, gewarnt hatte. Nach einem kurzen Kampf besiegten wir sie allerdings nicht ohne selbst einige Verwundungen einstecken zu muessen. Wiedereinmal war unsere Heiler Aiven nicht da, wenn man ihn brauchte, und so nahmen wir dankbar die Hilfe Awas an, die mit einigen Kräutern unsere Wunden behandelte.

Als wir später dann in die Taverne zurückkehren, fanden wir dort einen neuen Gast vor: einen Barden, der uns ein wundersames Lied von sechs Rosen sang. Und tatsächlich - als wir später nocheinmal in den Wald gingen, stießen wir bald auf einen Schwarzmagier, der von seinem Begleiter als Herr dieses Waldes vorgestellt wurde. Der Magier forderte unsere Gruppe zu einem fairen Duell heraus. Einer von uns sollte sich ihm zum Zweikampf stellen; sollten wir gewinnen, so würden wir eine Rose erhalten. Murkas stellte sich dem Schwarzmagier, der durchaus auch mit dem Schwert umzugehen wußte, und erkämpfte für uns in einem Gefecht bis zum ersten Blut unsere erste Rose. Dem Magier - und noch mehr seinem griesgrämigen Handlanger - paßte dies überhaupt nicht, und so reagierten sie auf einige spöttische Bemerkungen unserer Kräuterhexe äuserst ungehalten und drohten schlimmste - magische - Konsequenzen an. Doch dem Rest unserer Gruppe gelang es schnell, den Magier, wenn auch nicht seinen Diener, mit einer Entschuldigung zu beruhigen.

Etwas später finden wir noch eine zweite Rose. Als wir dann zur Taverne zurückkehren, bietet die Taverne ein Bild der Verwüstung: Unser Heiler Aiven ist inzwischen auch angekommen und berichtet uns das Awa und Rowena von den Räubern entführt wurden. Glücklicherweise gelingt es uns jedoch die Räuber ausfindig zu machen und dank ihrer eigenen Dummheit können wir unsere beiden Frauen ohne Probleme befreien.Inzwischen ist es Abend geworden und wir treffen uns in der Taverne, um uns von den Strapazen des Tages zu erholen. Nach dem Essen wir unsere gemütliche Versammlung jedoch jäh unterbrochen, als der Anführer der Räuberbande mit seinem letzten noch lebenden Gefährten unser Lager stürmt. Da wir völlig überrascht sind, gelingt es uns nur mit Mühe, die beiden zu besiegen. Im Verlaufe des Kampfes müssen einige von uns mehr oder weniger starke Verwundungen einstecken, die Aiven jedoch wieder heilen kann.

Noch am Nachmittag hatte uns der Barde eine Geschichte erzählt, von einem König Knut, der mit seinen Truppen hier im Wald gegen die Wilde Horde gekämpft - und verloren - haben soll. Einige Spuren die wir im Wald gefunden hatten, schienen diese Geschichte zu bestätigen. Jedoch schien König Knut seinen letzte Ruhe noch nicht gefunden zu haben, denn unsere Spuren deuten darauf hin, daß seine Truppen als Untote noch immer durch den Wald zogen. Außerdem besagte eine weiteres Lied des Barden, daß eine der Rosen bei König Knut gefunden werden könne und so machten wir uns in stockdunkler Nacht auf, den König zu suchen. Doch bevor wir ihn fanden, fanden seine Untoten uns uns lauerten uns beiderseits des Waldweges auf. Nachdem wir sie besiegt hatten, fanden wir auch eine Rose bei den Untoten und so kehrten wir zufrieden zum Lager zurück.

Am nächsten Morgen machen wir uns wieder auf die Suche, denn schließlich haben wir noch eine Rosen zu finden; die fünfte Rose - so hatten wir inzwischen herausgefunden - war nur ein Sinnbild, denn gemeint war die Kompaßrose. Die letzte, "öffentliche" Rose fanden wir nach langer Suche dank einiger Hinweise Katlawans und Krumgosch's.

Um den Kirwald von seinem Fluch zu befreien, muß eine Ritual durchgeführt werden, zu dem wir neben den sechs Rosen noch fünf weitere Komponenten brauchten. Diese Zutaten verrieten uns jedoch verschiedene Kobolde, Feen und auch eine Hexe nachdem wir sie bestochen, für sie ein Rätsel gelöst und schließlich auf den heiligen Nornschrein gepinckelt haben. (In dieser Reihenfolge - Norn war übrigens nicht erfreut! <g>) Zu guter letzt mußten wir dann noch einem Drachen ein Schlaflied vorsingen, bevor wir endlich alle Komponenten für das Ritual zusammen hatten.

Nachdem wir alles nötige vorbereitet hatten, versammelten wir uns im Kreis um die angerichteten Komponenten und beteten zu Illona. Jedoch waltete bei unserem ersten Versuch nicht der nötige Ernst und schon fürchteten wir in unserer Aufgabe versagt zu haben. Doch nach einem zweiten, respektvolleren Gebet erhörte uns die Göttin des Waldes...

©1997 Jan Peter Hecking


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